Generationsübergreifender Bürgerrat / intergenerational citizens' council
Bürgerrat OPEN_HERZ: Welche Daten braucht eine lebenswerte Stadt?
Mittwoch, 26. August 2026 | 17:00–20:30 Uhr
Open.Data.Lab Herzberg | Kirchstraße 10 | 04916 Herzberg (Elster)
Wo fahren besonders viele Menschen mit dem Fahrrad? Wie entwickelt sich unsere Bevölkerung? Welche Angebote brauchen Familien, Kinder und Jugendliche? Wo wird es im Sommer besonders heiß? Und welche Informationen über Verwaltung, Haushalt oder Stadtentwicklung sollten für Bürgerinnen und Bürger einfacher zugänglich sein?
Hinter vielen Fragen unseres Alltags stecken Daten. Richtig eingesetzt können sie helfen, Bedarfe früher zu erkennen, Entscheidungen nachvollziehbarer zu machen und kommunale Angebote besser am tatsächlichen Alltag der Menschen auszurichten.
Doch welche Daten sind für die Menschen in Herzberg wirklich wichtig? Wo wünschen sie sich mehr Transparenz? Welche Informationen würden sie selbst nutzen – und wo bestehen auch Grenzen oder Bedenken?
Darüber möchten wir nicht allein innerhalb der Verwaltung entscheiden. Deshalb lädt die Stadt Herzberg (Elster) am 26. August 2026 zum Bürgerrat OPEN_HERZ in das Open.Data.Lab in der Kirchstraße 10 ein.
Invitation in English / English Translation
OPEN.HERZ Citizens’ Council – What data does a liveable city need?
An English translation of the invitation to the OPEN.HERZ Citizens’ Council is available for residents whose preferred language is English.
Wednesday, 26 August 2026 | 5:00 p.m. – approx. 8:30 p.m.
Open.Data.Lab Herzberg | Kirchstraße 10 | 04916 Herzberg (Elster)
The City of Herzberg (Elster) wants to ensure that people with different backgrounds and life experiences can participate in the Citizens’ Council. The English version therefore provides all information about the random selection procedure, the workshop, participation and how the results will contribute to Herzberg’s future Open Data strategy.
English translation of the invitation:
Invitation to the OPEN.HERZ Citizens’ Council Workshop – “What data does a liveable city need?”
300 Menschen werden persönlich eingeladen
Die Teilnehmenden werden über ein aufsuchendes Losverfahren auf Grundlage der Einwohnerbeteiligungssatzung der Stadt Herzberg (Elster) angesprochen.
Aus dem Einwohnermelderegister wurde zunächst eine Zufallsauswahl von 1.000 Menschen im Alter zwischen 25 und 80 Jahren vorgenommen. Daraus wurden wiederum 300 Bürgerinnen und Bürger zufällig ausgewählt, die eine persönliche Einladung des Bürgermeisters erhalten.
Ziel ist es, möglichst unterschiedliche Perspektiven an einen Tisch zu bringen. Bei der Zusammensetzung des Bürgerrates werden deshalb verschiedene Altersgruppen, Geschlechter und Lebensgeschichten sowie Menschen aus der Kernstadt und den Ortsteilen berücksichtigt. Als Orientierung sollen etwa 65 Prozent aus dem Stadtgebiet und 35 Prozent aus den Ortsteilen vertreten sein.
Auch Menschen mit internationaler Geschichte sollen ausdrücklich angesprochen werden. Deshalb steht die Einladung zusätzlich in englischer Sprache zur Verfügung.
Wichtig dabei ist: Es werden keine Datenexpertinnen und Datenexperten gesucht.
Die Teilnehmenden sind vielmehr Expertinnen und Experten für ihren eigenen Alltag in Herzberg. Genau diese unterschiedlichen Erfahrungen brauchen wir, um herauszufinden, welche kommunalen Daten tatsächlich einen Mehrwert schaffen.
Was passiert beim Bürgerrat?
Der Abend wird bewusst spielerisch, lebensnah und ohne technisches Vorwissen gestaltet.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Karsten Eule-Prütz gibt es zunächst einen kurzen Einblick in OPEN_HERZ und die Frage, warum Daten für die Entwicklung unserer Stadt eine immer größere Rolle spielen.
Danach wird es praktisch:
17:00 Uhr – Ankommen und Begrüßung
Warum führt Herzberg einen Bürgerrat zu Open Data durch und warum wurden die Teilnehmenden ausgelost?
ab 17:15 Uhr – Daten spielerisch entdecken
Mit einem Kartenspiel des Civic Data Lab gehen wir gemeinsam der Frage nach: „Welche Daten stecken eigentlich hinter unserem Alltag?“
Ob Bushaltestelle, Kita, Schule, Radweg, Baum, Tierpark, Jugendtreff oder Marktplatz – schnell wird sichtbar, dass hinter vielen Orten und Angeboten Daten über Nutzung, Kosten, Verkehr, Temperaturen, Energie, Besucherzahlen oder Zustand stehen.
ab 17:50 Uhr – Daten aus Herzberg kennenlernen
An konkreten Beispielen zeigen wir, welche Daten bereits heute in Herzberg entstehen und genutzt werden – beispielsweise durch Radzählgeräte, Daten zur Einwohnerentwicklung, Bibliotheksausleihen, MINT-Angebote oder digitale Verwaltungsdienstleistungen. Auch die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Potsdam und MOSIDI wird vorgestellt.
ab 18:10 Uhr – Was können andere Kommunen daraus machen?
Gute und weniger gute Beispiele zeigen, was Open Data leisten kann – aber auch, warum Datenangebote scheitern können. Denn ein Datensatz hilft wenig, wenn er veraltet, schwer verständlich oder für niemanden relevant ist.
Nach einer gemeinsamen Pause folgt ein kurzer Alltagseinblick anhand eines Fotobuchs: Ort, Zeit, Wetter, Personen, GPS-Informationen oder Fotos – auch privat erzeugen und nutzen wir ständig Daten, häufig ohne darüber nachzudenken.
Vier Thementische – vier Perspektiven auf Herzberg
Ab etwa 19:00 Uhr stehen die Erfahrungen und Ideen der Bürgerinnen und Bürger vollständig im Mittelpunkt.
An vier Thementischen wird gemeinsam diskutiert:
Mobilität – Rad, Auto, Bus und Fußverkehr
Familie & Bildung – Kita, Schule, Jugend und Bildungsangebote
Natur & Klima – Bäume, Artenvielfalt, Hitze und Starkregen
Verwaltung & Transparenz – Haushalt, Service und kommunale Informationen
Dabei geht es immer um dieselben einfachen Fragen:
Welche Daten fehlen uns? Welche helfen uns? Welche würden wir selbst nutzen? Welche sollten öffentlich zugänglich sein – und welche lieber nicht?
Zum Abschluss kommen auch Vertreterinnen und Vertreter der Stadtpolitik hinzu. Zunächst stehen jedoch bewusst die Perspektiven der ausgelosten Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund. Politik und Verwaltung können anschließend zuhören, die Ergebnisse kennenlernen und ihre eigenen Perspektiven ergänzen.
Gemeinsam priorisieren statt nur diskutieren
Die Ergebnisse der vier Thementische werden anschließend zusammengeführt. Jede Gruppe benennt ihre wichtigsten Erkenntnisse. Über eine gemeinsame Punkteabfrage werden Themen und Empfehlungen priorisiert.
So sollen aus vielen einzelnen Erfahrungen erste gemeinsame Leitlinien entstehen:
Welche Daten braucht eine lebenswerte Stadt Herzberg?
Und was passiert danach?
Der Bürgerrat ist kein einzelner Diskussionsabend ohne weitere Wirkung.
Die Hinweise, Wünsche und auch Bedenken der Teilnehmenden werden dokumentiert, ausgewertet und fließen in die weitere Entwicklung der kommunalen Datenstrategie von Herzberg (Elster) ein.
Aus dem Bürgerrat sollen insbesondere entstehen:
Prioritäten für wichtige kommunale Daten
Empfehlungen für Open Data und die Datenplattform
Hinweise zu Transparenz und Datenschutz
konkrete Anwendungsfälle
erste Leitziele für die Datenstrategie
Diese Ergebnisse werden mit den Erkenntnissen aus Verwaltung, Datenanalyse und der wissenschaftlichen Begleitung durch die Fachhochschule Potsdam zusammengeführt.
Bis zum Ende des Förderprojektes am 31. Dezember 2026 entsteht daraus ein Umsetzungsplan für OPEN_HERZ. Er soll unter anderem festlegen, welche Open-Data-Ziele Herzberg weiterverfolgt, welche Daten zukünftig stärker genutzt oder veröffentlicht werden sollen und wie Daten zu mehr Transparenz, besseren Verwaltungsprozessen und Bürokratieabbau beitragen können. Damit entsteht die Datenstrategie nicht nur für die Menschen in Herzberg – sondern gemeinsam mit ihnen.
Sie haben eine Einladung erhalten?
Die persönlich angeschriebenen Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich bis zum 19. August 2026 zurückzumelden – auch dann, wenn eine Teilnahme nicht möglich ist.
Wer möchte, kann nach vorheriger Rückmeldung auch Familienangehörige, Nachbarn oder Bekannte mitbringen. Für Getränke und einen kleinen Imbiss während des Workshops ist gesorgt.
Ansprechpartner im Projektteam
Stephanie Kuntze
Fachbereichsleiterin / 2. stellv. Bürgermeisterin / CDIO
E-Mail:
Charles Nguenkam
Transformations- & Open-Data-Management
E-Mail:
